Die Eigenart meiner Bücher

 

 „Viel ist hingesunken uns zur Trauer, und das Schöne zeigt die kleinste Dauer“: Dieser kleine Vers des österreichischen Schriftstellers Heimito von Doderer war Inspiration für meine vier ersten Bücher. Vergänglichkeit ist ein unabänderliches Axiom menschlicher Leben und Werke. Verluste, verursacht durch Barbarei, Unverstand, Ideologie oder reiner Profitgier schmerzen besonders, wenn es Werke der Kunst, in diesem Fall der Baukunst, betrifft. Wenn schon diese Bauten, die den Schönheitssinn ihrer jeweiligen Epoche zum Ausdruck brachten, vernichtet sind, so sollen sie wenigstens nicht vergessen sein. Es war meine Intention, ihnen in Buchform ein Denkmal zu setzen und Gleichgesinnte damit zu erfreuen.  

 

         Die beiden jüngsten Bücher sind dem Gedenken an die Schicksalsjahre 1914 und 1918 gewidmet. Ersteres ein Blick in das Wiener Alltagsleben in Ahnungslosigkeit der bevorstehenden Katastrophe, die der Erste Weltkrieg bedeuten wird. Zweiteres schildert die schrecklichen Symptome, die die Agonie der Kaiserstadt bis zum Zusammenbruch der alten Welt mit sich bringt.